Grounding: Sich erden und in sich selbst ruhen

Person in weißem Kleid steht barfuß im hohen Gras, Text:Grounding: Wenn die Wiese dein Ladekabel wird – McSpirit

Grounding oder sich erden beruhigt. Warum? Weil du ganz bewusst bei dir bist.

 

Stell dir vor, du gehst barfuß über eine noch feuchte Wiese.
Die Luft ist kühl und du spürst das Prickeln unter den Füßen.
Du genießt die Verbindung zur Natur und zur Erde. Mit jedem Schritt wirst du ruhiger, spürst deinen Atem und bist ganz bewusst bei dir.

 

Erden, im Englischen Grounding, bedeutet wieder bei dir anzukommen und loszulassen.

 

Und es gibt noch eine zweite Bedeutung: Earthing basiert auf dem Konzept, dass du beim Kontakt mit der Erde nicht nur innerlich ruhiger wirst, sondern Elektronen aus der Erde aufnimmst. Sie können deinen Körper unterstützen. 

 

In diesem Artikel schauen wir uns beide Ebenen an:

 

  • Erden als innere Rückkehr in den Moment
  • Earthing als direkte Verbindung mit dem elektrischen Feld der Erde

plus praktische Übungen und eine Meditation.

Inhalt

Was Erden oder Grounding meint

Wenn wir von Grounding sprechen, meinen wir oft spirituelle Techniken, die dich ins Hier und Jetzt holen. Dazu gehören ganz einfache Dinge wie bewusstes Atmen, die 5-4-3-2-1 Übung oder das Spüren deines Körpergewichts auf einem Stuhl. 

 

Das Ziel:

 

  • dein Nervensystem beruhigen
  • dich aus deinem Gedankenkarussell zurückholen
  • dir ein Gefühl von Sicherheit zu geben

Viele definieren Grounding heute als Oberbegriff für Methoden, die dich mit dem augenblicklichen Moment verankern. Dazu gehört, dass du dich auf dein Inneres fokussierst oder deine Füße beim Barfußgehen spürst. 

 

Grounding tut dir gut, wenn deine Gedanken weiterrattern, obwohl du müde im Bett liegst, du schnell gereizt reagierst oder du erschöpft bist.

 

Es ist wie ein inneres Ankommen: Ich bin hier, ich atme. Das Leben ist leicht. Du beginnst zu vertrauen, dir und der Welt.

Earthing: barfuß in das elektromagnetische Feld der Erde

Die zweite Ebene von Grounding ist körperlicher.

 

Die Theorie dahinter:

 

Die Oberfläche der Erde trägt eine leichte negative elektrische Spannung. Wenn du mit nackter Haut direkt die Erde berührst, etwa mit den Füßen auf Gras oder Sand, können Elektronen von der Erde in deinen Körper fließen. Diese Elektronen sollen freie Radikale neutralisieren und damit Entzündungen und Stressprozesse beeinflussen. 

 

Menschen berichten zum Beispiel, dass

 

  • Entzündungen zurückgegangen sind
  • ihr Schlaf sich verbessert hat  
  • Schmerzen besser wurden
  • sie sich einfach wohler gefühlt haben

Die Datenlage dazu ist noch gering. Trotzdem zeigt sich ein interessanter Trend: direkter Hautkontakt mit der Erde scheint das Nervensystem bei manchen Menschen zu beruhigen.

 

Für dich bedeutet das: Barfuß über die Wiese zu laufen ist kein Ersatz für einen Arztbesuch, aber es kann dir gut tun. Probiere es mal aus. Es ist so einfach.

Clint Ober: der Kabelmann hinter der modernen Earthing-Bewegung

Der Earthing-Trend hat ein Gesicht: Clint Ober.

 

Der Amerikaner arbeitete jahrzehntelang in der Kabelindustrie fürs Fernsehen in den USA und beschäftigte sich intensiv mit Erdung von Kabelanlagen für sichere und stabile Signale. 

 

Nach einer schweren Erkrankung zog er sich zurück, begann zu experimentieren und übertrug sein Wissen über technische Erdung auf den menschlichen Körper. Aus diesen Experimenten entstanden

 

  • erste leitfähige Schlafmatten, die mit der Erde verbunden wurden
  • das Buch „Earthing“
  • von ihm mit angestoßene Studien und die heute bekannte Earthing Bewegung 

Earthing-Produkte: Matten, Laken, Auflagen

Vielleicht hast du schon von Earthing oder Grounding Matten oder Laken gehört. Diese Produkte sollen den Effekt von direktem Erdkontakt in Innenräume bringen. Sie haben leitfähige Fasern. Ein Kabel verbindet die Fläche mit einem geerdeten Punkt wie z. B. die Erdungsöffnung einer Steckdose oder ein Erdspieß im Boden. Es fließt kein Haushaltsstrom durch die Matten, sondern nur die Verbindung zur Erde über einen Schutzkontakt. 

 

Wenn du damit experimentierst

 

  • nutze nur geprüfte Produkte
  • lass Steckdosen bei Unsicherheit von einer Fachkraft prüfen
  • sprich bei Implantaten wie Herzschrittmachern mit deinem Arzt

Und: Die Wiese vor deiner Tür bleibt die einfachste und günstigste Grounding Matte!

Grounding-Übungen für dich

Hier sind ein paar Techniken, wie du dich erden kannst.

Die 5-4-3-2-1 Übung

Eine klassische Grounding-Technik:

 

  • Schau dich um und benenne fünf Dinge, die du siehst
  • Spür vier Dinge, die du berühren kannst
  • Hör drei Geräusche
  • Riech an zwei Dingen
  • Nimm einen Geschmack bewusst wahr

Diese Übung hilft vielen Menschen, bei Angst oder Überforderung wieder im Jetzt zu landen. 

Gewicht spüren

  • Setz dich bequem hin
  • Leg die Füße flach auf den Boden
  • Spür, wie die Unterlage dein Becken trägt
  • Lass deine Schultern sinken
  • Bleib für zehn Atemzüge nur bei diesem Gefühl

Erdender Tee Moment

  • Mach dir ganz bewusst eine Tasse Tee oder Kaffee
  • Nimm die Tasse mit beiden Händen
  • Spür die Wärme, riech den Duft
  • Trink Schluck für Schluck und bleib mit deiner Aufmerksamkeit genau bei dieser Erfahrung

Hand aufs Herz, Hand auf den Bauch

  • Leg eine Hand auf den Brustkorb, eine auf den Bauch
  • Atme sanft in den Bauch hinein
  • Spür, wie sich deine Hände heben und senken
  • Sage innerlich einen Satz wie „Ich bin hier” oder „Ich bin sicher”

Earthing-Übung: die Wiese als Ladekabel

Jetzt kommt deine direkte Erd-Verbindung

 

Such dir am besten einen Platz mit Gras, Erde oder Sand.
Feuchte Böden leiten besonders gut. 

 

Ideen für Earthing Momente:

 

  • Geh barfuß durch den Garten oder den Park
  • Stell dich morgens für einige Minuten barfuß auf die Terrasse oder auf die Wiese
  • Setz dich unter einen Baum und stell die Füße nackt auf den Boden
  • Wenn du am Wasser bist, geh mit den Füßen in den See oder ins Meer

Während du das tust:

 

  • Spür die Temperatur
  • Nimm den Druck unter deinen Fußsohlen wahr
  • Atme ruhig ein und aus

Stell dir vor, wie die Erde dein Ladekabel wird:

 

  • Mit jedem Einatmen nimmst du Ruhe und Stabilität auf
  • Mit jedem Ausatmen lässt du Stress und Anspannung in den Boden fließen

Du kannst Earthing auch mit innerem Grounding verbinden. Zum Beispiel barfuß über die Wiese gehen und dabei die 5-4-3-2-1 Übung machen.

Die McSpirit-Community

Probiere Grounding bei uns aus und melde dich bei der McSpirit-Community an. Wir haben jeden Tag Programme, die dir gut tun. Und das Beste: Die Basis Mitgliedschaft kostet dich nichts. Schau mal rein, wir haben schon tolles Feedback von unseren Mitgliedern bekommen.

Grounding Zusammenfassung

Grounding bedeutet, bewusst im Hier und Jetzt anzukommen und das eigene Nervensystem zu beruhigen. Earthing beschreibt zusätzlich den direkten Hautkontakt mit der Erde und basiert auf der Annahme, dass Elektronen aus dem Erdboden den Körper unterstützen können. Beide Techniken beruhigen dich und du kannst bewusst bei dir ankommen.

Hände heben sich zum Sonnenuntergang

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