Ich bin Heiler und Schamane, ein Grenzgänger zwischen den Welten. Meine Berufung ist das Heilen und das tue ich. Ich leite Heilseminare und Schwitzhütten, begleite Visionssucher. In Zeremonien und Einzelterminen helfe ich Menschen und ich gebe mein Wissen an Schüler weiter. Ich tue das seit mehr als 20 Jahren.
Und ich entwickle mich stetig.
Mein Leben hat mich dazu gemacht. Grenzerfahrungen seit meiner frühesten Jugend ließen mich nicht zur Ruhe kommen und auch nirgends ankommen. Ich wechselte Berufe ebenso oft wie Wohnorte. Ich arbeitete als Gastronom, Fischer, Gerüstbauer, Koch und Nudelhersteller. Ich “spielte” an der Börse, schrieb für Fachzeitschriften und bin lange Jahre zur See gefahren. Grenzerfahrungen durchzogen jeden Bereich meines Lebens. Menschen und Orte kamen und gingen. Ich war getrieben.
Das endgültige überschreiten der Grenze kam dann im Jahre 2003. Ich erkrankte an Krebs, fiel während einer Operation ins Koma und meine Seele verließ meinen Körper. Die einschneidendste Erfahrung meines bisherigen Lebens, obwohl ich zu diesem Zeitpunkt dem Tod schon ofter näher gewesen bin als dem Leben.
Während der Krankheit verlor ich meine bisherige weltliche Existenz und damit verbunden all das was mir etwas wert war und was ich liebte. Depressionen folgten. In dieser Zeit lernte ich eine Heilerin kennen, die mir glaubhaft versicherte, dass ich auf menschlicher Ebene alles erlebt habe was ein Mensch erleben kann.
Wenn ich schreibe, „mein Leben hat mich dazu gemacht“ meine ich das auch so. Als Mensch, als Seele. Berufung und Lebensinhalt wollen gesehen, entwickelt und letztlich auch gelebt werden.
Und so machte ich mich auf die Suche. Die Zeit vor und mit meiner Krankheit verstehe ich nun gerne als Vorbereitung auf mein jetziges Leben. Der Öffnung während meiner Krankheit sind Visionssuchen, unzählige Schwitzhütten und Zeremonien, aber auch tiefe Zeiten der Stille gefolgt. Spirituelle Einweihungen und Initiationen ergaben sich. Ich verbrachte Zeit mit Schamanen verschiedener Kulturen, wurde ausgebildet – zum Teil von Menschen, aber überwiegend von den verschiedenen Gesichtern Gottes. Von engelhaften Geistwesen, Kraft- und Totemtieren, Pflanzen- und Elementarwesen und geistigen Lehren verschiedenster Kulturen. Und natürlich von der Natur, die immer auch meinem inneren entsprach. Ich fand meine „Helfer“ und meinen „neuen“Weg.
Dafür bin ich dankbar, und dankbar bin ich auch dem peruanischen Schamanen Francisco Guerra Tananta, der usbekischen Schamanin Yengil Sakat Koleij und dem koreanischen Heiler Zoi Lim Cun für die Hilfe, meinen Visionen zu folgen. Besonders und aus ganzem Herzen danken möchte ich aber der kosakischen Heilerin Usupova Alsu, deren Ziehsohn ich bin.