EFT, die Emotional Freedom Technique, ist eine einfache Klopftechnik, mit der du Stress reduzieren und belastende Gefühle lösen kannst. Du brauchst nur deine Hände und wenige Minuten Zeit.
Mit der Tapping- oder Klopfmethode beruhigst du dein Nervensystem, gehst besser mit Ängsten und Druck um, löst emotionale Blockaden Schritt für Schritt und fühlst dich im Alltag stabiler und selbstbewusster.
Du kannst EFT leicht selbst anwenden. Du klopfst auf bestimmte Punkte am Körper und akzeptierst dabei deine negativen Gedanken oder belastenden Gefühle. Denn wenn du dagegen ankämpfst, werden sie nur noch schlimmer. Durch das Klopfen regst du den Energiefluss an und gibst dir selbst Wertschätzung, indem du positive Sätze aussprichst.
In diesem Artikel erfährst du
- was EFT Emotional Freedom Technique genau ist
- woher die Methode kommt und wer sie entwickelt hat
- warum die Klopfpunkte wirken
- wie du eine EFT Übung Schritt für Schritt selbst machen kannst
- wann sich Begleitung durch erfahrene Experten lohnt
Nimm dir 7 Minuten Zeit. Es lohnt sich.
Inhalt
Was ist EFT?
EFT gehört zur sogenannten energetischen Psychologie. Die Technik verbindet
- Elemente aus Akupressur und der chinesischen Meridianlehre
- Bausteine aus der kognitiven Verhaltenstherapie und der Expositionstherapie
- Achtsamkeitsübungen und Affirmationen
Du fokussierst dabei ein bestimmtes Thema, zum Beispiel Stress, Angst vor einem Gespräch, innere Unruhe, Panik bei Prüfungen oder Wut nach einem Streit etc. Während du daran denkst, klopfst du mit den Fingerspitzen auf definierte Punkte am Kopf und im Gesicht, am Oberkörper und an der Hand. Gleichzeitig sprichst du Sätze, die dein Gefühl und deine Situation ehrlich benennen und sagst dir etwas Wertschätzendes und Liebevolles.
Der Effekt von Tapping:
- dein Nervensystem beruhigt sich
- der Energiefluss wird angeregt, Blockaden lösen sich
- dein Gehirn verknüpft das belastende Thema mit Wertschätzung und Liebe.
Dein emotionales Gleichgewicht kann wiederhergestellt werden.
Wer EFT entwickelt hat
EFT ist kein altes Geheimritual, sondern eine relativ junge Methode.
- In den siebziger Jahren entwickelte der Psychologe Roger Callahan die Vorläufer-Methode Thought Field Therapy, kurz TFT.
- In den neunziger Jahren griff der amerikanische Ingenieur Gary Craig diese Ideen auf, vereinfachte die Abläufe und machte daraus die Emotional Freedom Techniques, wie wir sie heute kennen.
- Viele nennen sie auch einfach Tapping oder Klopftechnik.
Craig kombinierte das Klopfen auf Meridianpunkte aus der Akupressur mit einfachen kognitiven Sätzen und einer Skala, auf der du deine Belastung von null bis zehn einschätzt.
Wichtig ist auch hier: Die Wirksamkeit von EFT ist wissenschaftlich noch nicht vollständig anerkannt. Einige Studien zeigen Hinweise darauf, dass Tapping Stress reduzieren und das Stresszentrum im Gehirn beruhigen kann, andere sind kritisch.
EFT ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Es kann aber eine unterstützende Praxis sein, die dir im Alltag spürbar hilft.
Die wichtigsten EFT Klopfpunkte
Das sind die wichtigsten Tapping-Punkte, auf die du sanft mit deinen Fingern klopfen solltest
- Handkante an der Außenseite der Hand, dort wo ein Karate Schlag wäre
- Anfang der Augenbraue
- seitlich am Auge
- unter dem Auge auf dem Knochen
- zwischen Nase und Oberlippe
- Kinnmitte
- unter dem Schlüsselbein
- Punkt seitlich unter dem Arm auf Höhe des BH-Trägers oder etwas darunter
- Punkt oben auf dem Kopf (Scheitel)
Du klopfst mit zwei oder drei Fingern, ungefähr sieben bis zehnmal pro Punkt. Die genaue Anzahl des Klopfer ist nicht entscheidend, stress dich also nicht mit zählen. Es darf deutlich sein, aber nicht schmerzhaft.
Warum genau diese Klopfpunkte reagieren
Die EFT Punkte liegen an Endpunkten der sogenannten Meridiane. Diese Energiebahnen kennst du vielleicht aus der Akupunktur (mit Nadeln) oder Akupressur (nur mit Druck). Sie stehen in Verbindung mit Organen, Hormonsystem und Emotionen.
Wenn du diese Punkte klopfst, lösen sich Blockaden. Energie kann wieder fliessen.
- Das Klopfen wirkt wie eine sanfte Akupressur
- Es beruhigt und senkt den Stresslevel
- Es hilft deinem Körper, aus dem Alarmmodus wie z. B. Angst zu gehen
Viele berichten, sie sind nach einigen Klopfrunden ruhiger, haben weniger Angst, gehen selbstbewusster mit Stresssituationen um und lassen negative Gedanken los.
Eine EFT Übung zum Mitmachen
Nimm dir fünf bis zehn Minuten Zeit. Such dir einen ruhigen Platz.
Schritt 1: Thema wählen
Frag dich: Was belastet mich gerade am meisten?
Beispiele
- Ich habe Angst vor dem Termin morgen.
- Ich fühle mich ständig überfordert.
- Ich bin traurig, weil ich wieder arbeiten muss und nichts mit meinen Kindern unternehmen kann.
Formuliere einen Satz, der für dich stimmig klingt.
Schritt 2: Intensität einschätzen
Schau nach innen und gib deinem Gefühl eine Zahl
- Null bedeutet keine Belastung
- Zehn bedeutet maximale Belastung
Diese Zahl musst du niemandem sagen. Sie hilft dir nur, später die Veränderung einzuschätzen.
Schritt 3: Einstimmung an der Handkante
Klopfe den Punkt an der Handkante. Sprich dabei drei Mal einen Einstimmungssatz. Zum Beispiel:
“Auch wenn ich mich gerade überfordert fühle, nehme ich mich genau so an, wie ich jetzt bin.”
Du kannst den Satz anpassen, wichtig sind nur drei Elemente:
- Du benennst dein Thema
- Du erkennst an, dass es gerade da ist
- Du bleibst wertschätzend mit dir
Schritt 4: Klopfrunde mit Bennenung deiner Gefühlslage
Jetzt gehst du die Punkte nacheinander durch. An jedem Punkt sagst du ein bis zwei kurze Sätze zu deinem Thema. Zum Beispiel bei Überforderung
- Augenbraue: Ich fühle mich gerade völlig überfordert.
- Seite Auge: Es ist einfach zu viel.
- Unter dem Auge: Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.
- Unter der Nase: Ich bin unter Druck
- Kinn: Ich spüre den Druck.
- Schlüsselbein: Es ist anstrengend, so zu funktionieren.
- Unter dem Arm: Ich habe Angst, nicht gut genug zu sein.
- Kopf: Ich spüre, wie sehr mich das stresst.
Du atmest ruhig weiter und lässt alle Sätze zu, die auftauchen. Es dürfen auch Sätze sein wie: ‘Ich habe keine Lust mehr’ oder ‘Ich bin genervt’.
Schritt 5: Neue Runde mit positive Sätzen
Nach einer Runde hältst du kurz inne. Atme tief ein und aus. Fühl wieder in dein Thema hinein und gib der Intensität eine neue Zahl.
- Wenn du merkst, dass sich die negativen Emotionen und Gedanken lösen, kannst du jetzt mit einer positiven Runde beginnen (falls du noch keinen Unterschied merkst, wiederhole Schritt 4). Du sprichst Affirmationen wie:
- Ich akzeptiere mich genau so, wie ich bin.
- Ich bin genau richtig hier und das ist gut so.
- Ich bin gesund, ruhig und friedlich. Mein Herz ist voller Liebe.
Schritt 6: Nachspüren
Zum Schluss hörst du auf zu klopfen und legst eine Hand auf dein Herz oder deinen Bauch. Frag dich:
- Was hat sich verändert?
- Wie fühlt sich mein Körper an?
- Welche Zahl würde ich meinem Gefühl jetzt geben?
Oft ist das Gefühl nicht komplett weg. Aber es ist niedriger und du fühlst dich besser.
Warum die Sätze beim Tapping so entscheidend sind
EFT arbeitet mit einem einfachen Prinzip. Du wendest dich deinem negativen Gefühl zu und gehst gleichzeitig freundlich mit dir um.
Die Wortwahl unterstützt das.
- Du benennst ehrlich, was da ist.
- Du vermeidest Beschönigung.
- Du bleibst respektvoll mit dir selbst.
Ein klassischer Satz lautet:
Auch wenn ich dieses Problem habe, akzeptiere ich mich so, wie ich bin.
Sätze, die dich anerkennen, beruhigen dich und schaffen Platz für Veränderung.
EFT bei emotionalen Themen
EFT eignet sich vor allem für wiederkehrende Muster. Situationen, in denen du merkst: Ich reagiere stärker, als es nötig ist.
Typische Themen sind
- Prüfungsangst oder Lampenfieber
- Konflikte im Job oder in Beziehungen
- Gefühle von nicht gut genug sein
- innere Unruhe
- alte Erinnerungen, die regelmäßig hochkommen
Durch das Klopfen lernst du,
- Gefühle wahrzunehmen, ohne von ihnen überwältigt zu werden
- dir selbst mehr Mitgefühl zu geben
Viele berichten, dass sie mit einiger Übung, besser mit negativen Gefühlen und Gedanken umgehen können. Bei Stress bauen sie eine Klopfrunde ein und fühlen sich gestärkt.
Wie oft kann ich EFT anwenden?
Es gibt keine feste Regel. Wichtig ist, dass du dich nicht unter Druck setzt.
Hilfreich kann sein
- eine kurze tägliche Klopfrunde, zum Beispiel abends vor dem Schlafen
- einzelne Runden vor herausfordernden Situationen
- längere Sitzungen, wenn du tiefer in ein Thema einsteigen willst
Dein Nervensystem liebt Wiederholung. Je öfter du EFT in ruhigen Momenten übst, desto leichter fällt es dir später in stressigen Situationen darauf zurückzugreifen.
EFT mit Begleitung vertiefen
Vieles kannst du allein klopfen. Trotzdem gibt es Themen, bei denen Unterstützung wichtig ist. Dazu gehören
- alte traumatische Erfahrungen
- sehr starke Ängste
- lang anhaltende depressive Phasen
- körperliche Symptome mit unklarer Ursache
Hier kann ein erfahrener Experte an deiner Seite eine Menge Druck rausnehmen. Er hilft dir
- das Thema in passende Schritte aufzuteilen
- deine Wortwahl zu finden, die wirklich zu dir passt
- den Prozess sicher zu halten, auch wenn starke Emotionen auftauchen
In der McSpirit-Liste findest du erfahrene Experten, die mit EFT und anderen Formen von Energiearbeit Erfahrung haben. Du kannst in Ruhe schauen, wer dich anspricht, und ihn kontaktieren.
EFT in der McSpirit-Community
In unserer McSpirit-Community finden regelmäßig Tapping-Sessions statt. Du wirst angeleitet und kannst genau sehen, wie es funktioniert. Melde dich jetzt kostenlos in der McSpirit-Community an und gucke, wann der nächste EFT-Termin ist.
EFT-Klopftechnik Zusammenfassung
EFT – Emotional Freedom Technique – ist eine Klopftechnik, die dir hilft, Stress und belastende Gefühle zu regulieren.
Du
- wählst ein Thema
- schätzt deine Belastung ein
- klopfst definierte Punkte
- sprichst ehrliche und wertschätzende Sätze
- spürst nach, was sich verändert
Vielleicht ist genau jetzt ein guter Moment, es auszuprobieren.